Begleitung von Kindern

Eltern sind die besten Begleiter ihrer Kinder. Dennoch können bestimmte Lebenssituationen, Belastungen oder sich verändernde Umstände dazu führen, dass unsere Kinder uns vor Rätsel stellen und wir nicht mehr weiter wissen: Schulangst, Angst vor dem Einschlafen, Trennungsschwierigkeiten, Aggressionen, Rückzug, Selbstverletzungen, Verweigerung, Unruhe, übermäßiges Essen oder auch Nahrungsverweigerung. All diese Verarbeitungsweisen und Symptome machen Sinn und sie sind die Sprache der Seele des Kindes. Sie gilt es zu verstehen und nicht weg zu machen.
Das Kind achtsam in seinem Prozeß zu begleiten, geschieht in der Gestalttherapie auf eine sehr kreative, spielerische und würdigende Art und Weise.

Das Kind erlebt die Therapeutin im gemeinsamen Handeln, im Spiel körperlich, mit seinen Sinnen und emotional als erfahrbares Gegenüber. Die Therapeutin ist dazu da, das Kind zu begleiten, seine Wahrnehmung in den Spielprozessen zu unterstützen, zu fokussieren, ihm Achtung und Verständnis entgegen zu bringen und seinem Prozess zu folgen. Durch unterschiedliche projektive Verfahren wird die Identitätsbildung des Kindes unterstützt und gefördert, das Kind wird sich seiner selbst bewusster, abgelehnte oder noch nicht bewusste Anteile können integriert werden und das Kind entdeckt seine Selbstwirksamkeit.

Im Spiel, beim Malen, im Rollenspiel, beim Tonen lernt das Kind sich zu spüren, erfährt Sicherheit, Orientierung, findet eigene Grenzen, wobei die Therapeutin sich stets auf den Prozess des Kindes einlässt und ihm folgt. Grundlage bei der gemeinsamen Gestaltung des therapeutischen Prozesses ist das Erleben im Hier und Jetzt, was mit der Wahrnehmung, mit sensorischer Erforschung beginnt. Reife und gesunde Ich-Anteile des Kindes, seine Ressourcen werden heraus gearbeitet, das, was bisher vermieden oder abgelehnt wurde und verborgen war, kann nun zum Vorschein kommen und das Kind entdeckt Schritt für Schritt, wie es ist, was es ausmacht. 

Ausgehend also von der Annahme, dass das Kind das, was es beschäftigt, im Spiel und in kreativen Medien ausdrückt, erfährt es sich dabei tiefgehend selbst und kann durch das Bewusstwerden dessen, integrieren, was zuvor abgelehnt wurde.

Methoden: Kreatives Arbeiten mit Ton und Farben, Rollenspiele, Wahrnehmungsspiele, Sandspiel, projektive Verfahren, Spiele zur Förderung von Aufmerksamkeit und Konzentration, narrative Therapie